Weisheiten

aus aller Welt

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Gibt es einen bleibenden Wert, gegen den alle anderen Dinge eingetauscht werden sollten? Man nennt ihn Weisheit.   
/Plato/

Wer Gott begegnen möchte, dem möchte auch Gott begegenen.   
/Mohammed/

Die Seele ist nicht im Universum. Im Gegenteil, das Universum ist in der Seele.   /Plotin/

Wenn du mit dem Licht arbeitest, das dir zur Verfügung steht, wirst du deinem Meister begegnen, ebenso wird er nach dir suchen.   
/Sri Ramana Maharshi/

Du hast Millionen und Abermillionen Jahre geschlafen. Warum wachst du nicht an diesem Morgen auf?  
/Kabir/

Weisheit ist die Hauptsache; daher erlangt Weisheit.  
/Bibel/

Jeder Mensch muss der aufgehenden Sonne, der neuerwachten, lieblichen Erde und der großen Stille allein begegnen. 
/Ohiyesa/

Ich erblickte meinen Herrn mit dem Auge meines Herzens und fragte ihn: "Wer bist du?" Er antwortete: "Ich bin du."  
/Bayezid Bistami/

Die wahre Weisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.  
/Pearl S. Buck/

Wissen können wir von anderen lernen. Weisheit müssen wir selbst erwerben.  
/Axel Munthe/

Wenn du alles bekommen möchtest, gib alles auf.   
/Tao Te King/

Gib nicht vor, etwas zu verstehen, was du nicht selbst erlebt hast.  
/Rumi/

Nur wenige Wünsche zu haben und mit einfachen Dingen zufrieden zu sein, zeichnet einen weisen Menschen aus.  
/Gampora/

Gott kann nie durch Suchen gefunden werden und doch finden ihn nur Suchende.   /Bayezid Bistami/

Das Auge, mit dem ich Gott sehe, ist dasselbe, mit dem er mich sieht.  
/Meister Eckehart/

Hört ein vortrefflicher Mensch vom Weg, beginnt er sofort damit, ihn zu verkörpern. Hört ein durchschnittlicher Mensch vom Weg, glaubt er halb daran, halb zweifelt er. Hört ein Narr vom Weg, lacht er laut. Würde er nicht lachen, wäre es nicht der Weg.  
/Tao Te King/

Verehre Gott so, als könntest du ihn sehen. Siehst du ihn nicht, wisse, dass er dich sieht.   
/Mohammed/

Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit  vom Weg der Weisheit.  
/Chinesisches Sprichwort/

Es ist genauso viel in dem kleinen Raum des Herzens wie in der ganzen äußeren Welt. Himmel, Erde, Feuer, Wind, Mond, Blitze, Sterne; was immer ist und was immer nicht ist, alles ist da.  
/Chhandogya Upanishad/

Wissen und nicht handeln heißt nicht wirklich wissen.   
/Wang Yang Ming/

Du musst von dem geleert werden, was dich füllt, damit du mit dem gefüllt werden kannst, was dir fehlt.  
/Augustinus/

Alle menschliche Weisheit ist in zwei Worten enthalten: warten und hoffen.   /Alexandre Dumas/

Hör auf damit, das zu wollen, was andere Leute haben. 
/Rumi/

Wer sind die Weisen? Die ihr Wissen leben.  
/Mohammed/

Der Weise erwartet von den Menschen wenig, erhofft viel und befürchtet alles.   /Chinesisches Sprichwort/

Wer ist weise? Derjenige, der von allem lernt.   
/Talmud/

Das höchste Gut des Menschen ist, sich nach Gottes Willen zu richten.  
/Thomas von Aquin/

Alle Schriften dienen dazu, dass der Mensch die Spuren zu seinem Ursprung zurückverfolgen kann.  
/Sri Ramana Maharshi/

zitiert aus "Über die Weiheit - Worte, die die Welt verbinden", arsedition

Worte der Weisheit

Wissen ist Teich-tief.

Weisheit ist Ozean-tief.


Bin ich die Stimme meines Herzens,

kommt Weisheit sofort,

um mir die Hand zu schütteln.


Vergeude nicht deine wertvolle Zeit.

Mache es dir zur Aufgabe jeden Tag

wirklichen Sinn in deinem Leben zu erkennen.


Ein Mensch ohne Ziel

ist wie

ein unruhiger Schlaf ohne süßen Träume.


Jeden Tag

gibt es nur eines zu lernen:

Aufrichtig glücklich zu sein.


Stell dir vor, der ganzen Welt würde bewusst werden,

dass sie Gottes Schöpfung ist.


Ändere zuerst deine innere Einstellung!

Deine äußeren Umstände

werden sich automatisch ändern.


Der Verstand

weiß auf die Fragen des Lebens

nicht die richtige Antwort zu geben.

Hände und Herz

kennen all die Antworten

auf die Fragen des Lebens.


Ein beunruhigender Gedanke

genügt,

um unser Leben elend zu machen.


Jeder einzelne Gedanke

besitzt die Macht einer Gewehrkugel:

Er kann dich entweder vernichten

oder dir von großem Nutzen sein.


Denken heißt werden.

Gehe deshalb besonders sorgsam

mit deinen Gedanken um.


Niemand möchte zur Marionette

des Verstandes werden,

nur leider sind wir es alle.


Ändere einfach deine Denkmuster!

Und siehe: Alle Welt liebt dich,

braucht dich und

betrachtet dich als ihr eigen.


Um fortwährend glücklich zu sein,

muss ich die Welt

mit meinem Herzensauge betrachten.


Sei weise –

versuche allein

die Schönheit und den Duft

dieses Erdenrunds zu sehen.

Kein Problem lässt sich

mit Negativität lösen.


Es ist eine Herangehensweise an die Hürden zu denken,

denen du in deinem Leben begegnen wirst.

Eine andere ist an die Freude zu denken,

die du fühlen wirst, wenn du diese Hürden überwunden hast.


Frieden findet man, indem man sich selbst gibt

und die guten und göttlichen Eigenschaften

in anderen anerkennt.


Weltfrieden

kann dann erreicht werden,

wenn die Macht der Liebe,

die Liebe zur Macht ersetzt.


Sieg und Niederlage

sind miteinander verwoben.

Versuche nicht, sie zu trennen,

aber versuche sie hinter dir zu lassen,

falls sich dein Herz

nach dauerhaftem Frieden sehnt.


Wenn wir uns der Begierde hingeben,

räumen wir der Frustration und Zerstörung

eine große Rolle in unserem Leben ein.


Ein wunschloses Leben

ist

das reichste Leben.


Der Verstand

ist ein blinder

Wünsche-Produzent.


Ach, mein armes Begierde-Leben

erkennt nicht,

dass es sich zum Gefangenen

im eigenen Netz macht.


Verlangen

ist nichts als Gift –

trotzdem genießen wir es.


Weder aus Besitz, noch aus Errungenschaft

kann ein dauerhaftes Gefühl der Sicherheit erwachsen.


Glück liegt im Verzicht,

nicht im Besitz.


Wir sollten dafür dankbar sein,

was wir haben.

Und dafür, was wir nicht haben.

Es könnte sich alles zum Schlimmeren wenden.


Wo keine innere Harmonie herrscht,

kann es keine äußere Freude geben.


Um dein Leben aufzuhellen,

musst du dein Herz öffnen.


Du darfst niemals vergessen,

dass Macht

Glücklichsein nicht garantiert.

Güte hingegen tut es immer.


Träume, träume, träume!

So wirst du niemals Zeit haben,

an Verzweiflung zu leiden.


Zu sich selbst zu stehen,

ist des Lebens schwierigste Prüfung.


Nicht nur ein äußerer Kritiker,

auch ein innerer Kritiker,

wird durch Schweigen

streng bestraft.


Sobald wir den Mund aufmachen

bringen wir eine Kraft zum Vorschein, oder benützen sie.

Das kann eine gute, oder eine böse Kraft sein.


Verhalte dich ruhig.

Deine Geduld wird die Angelegenheit

unendlich viel besser regeln.


Du willst die Welt verändern?

Dann ändere zuerst dich selbst.

Willst du dich ändern?

Wenn ja, dann verharre vollkommen lautlos

im Meer der Stille.


Man muss sich das Ziel erarbeiten.

Wenn es schon am Beginn deiner Reise

einfach vor dir auftauchen würde,

wüsstest du es nicht zu schätzen.


Wie wundervoll ist die Ziellinie

anzuschaun -

und doch wie schmerzhaft ist es,

sie zu erreichen.


Keine Errungenschaft

kann sich mit der

Selbstbeherrschung

messen.


Das Problem liegt darin,

dass wir versuchen andere zu verbessern,

bevor wir uns selbst gebessert haben.


Lieber Fehler machen

als untätig bleiben.

Betrachte jeden deiner Fehler

als ein Sprungbrett,

und als nichts anderes.


Wer Entschlossenheit besitzt,

ist schon halb am Ziel.


Wer im äußeren Leben

erfolgreich sein möchte,

Der muss allezeit

an seinen inneren Überzeugungen

festhalten.


Viele Menschen wissen was zu tun ist,

aber nur wenige, wie es zu tun ist.

Noch weniger wagen überhaupt es zu tun.


Diskutiere nicht,

denke nicht,

Tu einfach!


Himmel und Hölle sind zwei Bewusstseinsebenen,

in die wir uns täglich begeben.

Wenn wir Gutes tun, schafft uns das Freude,

und wir sind im Himmel.

Wenn wir Böses tun,

fühlen wir uns in der Hölle.


Ein böswilliger Gedanke

kann vernichtender sein

als die schweren Schläge eines Boxers.


Das Paradies ist kein Ort,

sondern ein Zustand des Bewusstseins.


Wenn dich Mutlosigkeit

und vorübergehende Begeisterungslosigkeit

angreifen,

fühle, dass all deine Probleme

so unbedeutend sind wie Ameisen.


Wer wirklichen Frieden  im Leben haben will,

der darf sich nicht mit dem abgeben,

was die anderen denken und tun.


Wenn ein Gefühl der Überlegenheit herrscht,

kannst du die Harmonie vergessen.


Entspann dich, entspann dich einfach!

Und zu deinem großen Erstaunen,

werden sich auch deine nagenden Probleme

entspannen, und das Gefühl haben,

dass sie sich eine Ruhepause ebenso verdient haben.


Worin liegt mein Glück begraben?

In meinem Frieden,

und nirgendwo sonst.


Bei der Flucht vor Niedergeschlagenheit

vermag die Erinnerung an glückliche Tage

gute Hilfe zu leisten.


Hoffnung an sich bedeutet Glück.

Sie braucht kein äußeres Glück,

um ihre Freude zu mehren.


Folge der Liebe

deines Herzens.

Deines Lebens Glück

wird dir folgen.


Prüfungen der äußeren Welt

rütteln dich auf.

Prüfungen der inneren Welt

erleuchten dich.


Wenn du trotz deiner besten Vorsätze

einen Fehler begehst,

dann rufe dir dieses Mantra ins Bewusstsein:

“die Vergangenheit ist Staub!”

Alle Aphorismen von Sri Chinmoy (www.srichinmoy.org)

Weisheiten aus aller Welt

EIN HIMMEL VOLLER STERNE 

Wenn du am Morgen aufstehst, sag danke für das Morgenlicht,danke für das Leben und deine Kraft.
Danke für deine Nahrung
und danke für deine Lebensfreude.
Und wenn du keinen Grund zum Danken findest,
sei sicher, dass der Fehler
bei dir liegt.
(Häuptling Tecumseh)


Nimm dir Zeit zum Spielen..
Es ist das Geheimnis ewiger Jugend.
Nimm dir Zeit zum Lachen..
Es ist das Geheimnis der Seele.
Nimm dir Zeit zum Beten..
Es ist die größte Macht auf Erden.
(Wandinschrift in ind. Kinderheim)


Es gibt nur einen Zeitpunkt,
an dem es wichtig ist zu erwachen.
Dieser Zeitpunkt ist JETZT.

(Buddha)


Wer kann sagen, was ein Tag bringen wird?
Daher, gütiger Gott, lass mich jeden Tag leben,
als sei er mein letzter, denn ich weiß nicht,
ob er es nicht sein wird..
Lass mich jetzt so leben, wie ich mir dereinst
wünschen werde, gelebt zu haben,
wenn ich sterbe.
(Th.v.Kempis)


IN GOTTES HAND
Auf deinen Wegen hin und her
Gott leite dich.
In deiner Freude, deinem Glück
Gott segne dich.
In deinen Ängsten, Kummer und Sorgen
Gott stärke dich.
In Risiko und aller Gefahr
Gott schütze dich.


ABEND
Die Nacht zieht auf.
Für alles, was war – Danke!
Zu allem, was sein wird – Ja!
(Dag Hammarskjöld)


Wenn es dunkel genug ist,
kannst du die Sterne sehen.


Gott gebe mir
Gelassenheit, die Dinge zu akzeptieren,
die ich nicht ändern kann,
Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann,-
und Weisheit, sie zu unterscheiden.
(Reinold Niebuhr)


DAS TOR DES JAHRES
Und ich sagte zu dem Mann am Tor des Jahres:
“Gib mir ein Licht, dass ich sicher ins
Unbekannte gehen kann.“ Er sprach: „Geh aus
ins Dunkel und leg deine Hand
in die Hand Gottes. Das wird dich besser leiten
als ein Licht
und sicherer als ein bekannter Weg.“
(Minnie Luise Hawkins)


Die Welt ist eine Brücke.
Überschreite sie.
Mach sie nicht zu deinem Heim.
(Inschrift der g
r. Moschee Fatehpur, Indien)


DIE MACHT DER LIEBE
Durch Liebe schmeckt Bitteres süß.
Durch Liebe wird Schmerz lind wie Balsam.
Durch Liebe werden Dornen zu Rosen.
Durch Liebe wird Essig zu Wein.
Durch Liebe wird Stein weich wie Butter.
Durch Liebe wird Wachs hart wie Eisen.
Durch Liebe schmeckt Kummer nach Freude.
Durch Liebe werden Stiche wie Honig.
Durch Liebe wird der Löwe zur Maus.
Durch Liebe wird Krankheit geheilt.
Durch Liebe kam der Tod in das Leben.
Durch Liebe wird der König zum Sklaven.
(Jalil al Din Rumi)


Manche beten: Lass mich mein Kind nicht verlieren!
Bete stattdessen: Lass mich nicht fürchten,
es zu verlieren!
Bete in diesem Geist, und warte auf das Ergebnis.

(Marc Aurel)


DIE EIGENHEITEN ANDERER

O Schöpfer Herr, lass mich die Eigenheiten von Dingen und Menschen spüren, ohne Widerstand,
ohne ihnen mein eigenes Muster aufzuzwingen
und ohne sie selbstsüchtig auszunutzen. Lass mich sie willkommen heißen, sie schätzen und lieben
für das, was sie sind,
und was sie durch Deine Liebe werden.
(George Appleton)


Eure Kinder sind nicht wirklich eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der
Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.

(Khalil Gibran)


Wo der Herr nicht das Haus bauet,
so arbeiten umsonst, die daran bauen.
(Psalm)


TOR ZUM KÖNIGREICH

Herr, mach die Tür dieses Hauses
weit genug, um alle zu empfangen, die Liebe und Freundschaft brauchen; doch eng genug, um allen Neid, Stolz und alle Bosheit auszusperren.
Mach seine Schwelle sanft genug, dass sie keinen Stolperstein für Kinder und streunende Füße bildet, doch stark genug, um die Macht des Bösen abzuwenden.
Gott, mache die Tür dieses Hauses zu einem Tor
zu Deinem Königreich.
(Th. Kern)


SEI EIN LEITENDES LICHT
Sei großzügig im Wohlstand
und dankbar im Elend.
Sei gerecht im Urteil,
und hüte deine Worte.
Sei eine Lampe für jene, die im Dunkeln gehen,
und ein Heim den Fremden.
Sei ein Auge den Blinden
und ein leitendes Licht den Füßen der Verirrten.
Sei ein Lebensatem dem Körper der Menschheit,
ein Tau dem Boden des menschlichen Herzens
und eine Frucht auf dem Baum der Bescheidenheit.
(Bahai-Gebet)


Mein Gott und mein Herr,
..die Türen der Könige sind verschlossen
und von Wärtern bewacht,
doch Deine Tür ist offen für die, die Dich brauchen.
Mein Herr, jeder Liebende ist jetzt allein
mit seiner Geliebten.
Und ich bin allein mit DIR
(Ind. Weiser)


O Gott, Du bist mein Fels, meine Rettung und
mein Zufluchtsort. Ich überlasse alles ruhig Dir.
(George Appleton)


Der Erhabene ist gelassen und ruhig,
erwartet den Auftrag des Himmels.
Der Niedrige betritt einen gefährlichen Pfad
stets auf der Suche nach Glück.
(Konfuzius)


SCHICKSAL
Nenne nicht das Schicksal grausam,
nenne seinen Schluss nicht Neid;
Sein Gesetz ist ew’ge Wahrheit,
seine Macht Notwendigkeit.
(Joh. Gottfried v. Herder)

Das Schicksal nimmt uns nichts, was es nicht zuvor uns gab. (Seneca)


DER WEG ZU GOTT
Die Schwierigkeiten auf dem Weg zu Gott
fühlen sich an, wie unter einem Mühlstein
zermahlen zu werden, wie wenn die Nacht
zu Mittag kommt, wie Blitz durch die Wolken.
Doch keine Sorge!
Was kommen muss, kommt.
Begegne allem mit Liebe
wenn dein Geist sich auflöst in Gott.
(Lal Ded, Kashmir)


DER BODEN, AUF DEM ICH STEHE
Es ist meine Natur, alt zu werden:
Es gibt keinen Weg, dem Altern zu entgehen.
Es ist meine Natur, krank zu werden:
Es gibt keinen Weg, dem Kranksein zu entgehen.
Es ist meine Natur, zu sterben:
Es gibt keinen Weg, dem Tod zu entgehen.
Es ist die Natur von allem, was mir wertvoll ist
und allen, die ich liebe, dass sie sich verändern:
Es gibt keinen Weg, der Trennung von ihnen zu entgehen.
Meine Taten sind mein einzig wahrer Besitz:
Ich kann den Folgen meiner Handlungen nicht entgehen.
Meine Taten sind der Boden, auf dem ich stehe
(
Buddha)


Der vergeudetste aller Tage ist ein Tag ohne Lachen.


DER GEIST IN MEINEM HERZEN
Dies ist der Geist in meinem Herzen,
kleiner als ein Reiskorn, oder als ein Gerstenkorn, oder als ein Senfkorn, oder als ein Hirsekorn, oder als der Kern eines Hirsekorns.
Dies ist der Geist in meinem Herzen: größer als die Erde, größer als der Himmel, größer als die ganze Welt, größer als alle diese Welten.
Dies ist der Geist in meinem Herzen.
(Chandogya-Upanishad)


ERHELLE UNSERE FINSTERNIS
O Ewiges Licht, scheine in unsere Herzen;
Ewige Güte, befreie uns von Verzweiflung;
Ewige Macht, sei Du unsere Stütze;
Ewige Weisheit, zerstreue unser Unwissen.
(Alcuin, GB)


Wahrer Segen erscheint uns oft in Form von
Schmerz, Verlust oder Enttäuschung;
doch wenn wir Geduld haben, erscheinen
sie uns bald mit ihrem wahren Gesicht.
(J. Addison)


GOTTVERTRAUEN
Möge nichts dich bewegen;
Möge nichts dich erschrecken;
Alles geht vorbei;
Gott bleibt unverändert.
Geduld sei dir alles.
Wer auf Gott vertraut,
wird nie Mangel leiden.
Gott allein genügt.
(Th. V. Avila)


DER TAG DES TODES

Der Tag des Todes ist,
wenn sich zwei Welten begegnen
mit einem Kuss:
Diese Welt geht hinaus,
die zukünftige Welt geht hinein.
jüdisches Gebet


Nach unserem Tod werden unsere
Taten neben uns aufgehäuft. (altägypt. Text)


EIN HERZ AUS FLAMMEN

Meinem Gott ein Herz aus Flammen;
meinem Nächsten ein Herz aus Liebe,
und mir selbst ein Herz aus Stahl.
Hl. Augustin


Wer ersehnt, dass ihm alles gegeben werde,
muss erst alles verschenken.
Meister Eckhart


DIE TAPFERE SEELE

Fort, o Seele, lichte sofort den Anker!
Kappe die Taue – an den Wind – hisse jedes Segel!
Segle fort – halte nur den Kurs auf die tiefen Gewässer;
Rastlos, o Seele, forsch ich mit dir,
und du mit mir,
denn wir segeln dorthin, wohin noch kein Seemann sich wagte.
Und wir riskieren alles, uns selbst und alles.
O meine tapfere Seele!
O weiter, weiter segle!
O wagende Freude, doch sicher!
Sind sie nicht alle in Gottes Meere?
O weiter, weiter, weiter segle!
Walt Whitman


Wenn ich für den Mond danke,
lass den Mond ein Symbol sein für alles andere,
für das ich dankbar bin.


Für den Augenblick zu danken, ist der einzige Weg, die Ewigkeit zu erspähen.


Wie schwere Wellen
folgt Gedanke auf Gedanke.
Doch die tiefe Stille darunter
ist dein allein. (G. Macdonald)


DAS INNERE SELBST

Er ist das innere Selbst von allem,
Verborgen wie eine Flamme im Herzen.
Nur der beruhigte Geist kann ihn erkennen.
Die ihn wahrnehmen, werden unsterblich.
(Upanishaden)


EIN LIEBESLIED
Majestätischer Herrscher; zeitlose Weisheit,
Ich bin Dein, Du hast mich geschaffen.
Ich bin Dein, Du hast mich gerettet.
Ich bin Dein, Du hast mich geliebt.
Ich werde Deine Gegenwart niemals verlassen.


Gib mir Tod. Gib mir Leben.
Gib mir Krankheit, gib mir Gesundheit.
Gib mir Ehre, gib mir Schande.
Gib mir Schwäche, gib mir Kraft.
Ich werde haben, was immer Du mir gibst.
(Th. V. Avila)

Ich bin die Lampe, mit der du siehst.
Ich bin der Spiegel, mit dem du wahrnimmst.
Ich bin die Tür, an die du klopfst.
Ich bin der Weg, auf dem du gehst.
(Apokrypt. Schriften)


Wenn meine Augen Unreinheit sehen,
lass nicht meinen Geist Unreinheit sehen.


Wenn meine Ohren Unreinheit hören,
lass nicht meinen Geist Unreinheit hören.

(Shinto-Gebet)


EIN INSTRUMENT DES FRIEDENS
Herr, mach mich zu einem Instrument
Deines Friedens.
Wo Hass ist, lass mich Liebe säen;
wo Unrecht ist, Verzeihung;
wo Zweifel ist, Glauben;
wo Verzweiflung ist, Hoffnung;
wo Dunkelheit ist, Licht;
Wo Traurigkeit ist, Freude.
(Franziskus)


PERLEN
Perlen liegen nicht am Strand.
Wenn du eine willst, musst du nach ihr tauchen.
(Oriental. Sprichwort)


Achte auf deine Gedanken,
denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte,
denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten,
denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter,
denn er wird dein Schicksal.
(Anonym)


LETZTER SIEG
O Gott, verhilf mir zum Sieg
über mich selbst,
denn es ist schwer, sich selbst zu erobern,
obgleich durch diesen Sieg alles erobert ist.
(Jain-Schrift)


DIE SUCHE NACH RUHE
Du machtest mich für Dich,
und mein Herz ist ruhelos,
bis es in Dir Ruhe findet.
(Hl. Augustin)


DER FLUSS DER ZEIT
Um erleuchtet zu werden, musst du
den Fluss der Zeit überqueren.
Alle materiellen Dinge vergehen,
doch die Erleuchtung hält für alle Ewigkeit.
(Dhammapada, Indien)


ÜBERGABE
Nimm, Herr, alle meine Freiheit.
Nimm mein Gedächtnis, meinen Verstand
und meinen ganzen Willen.
Was immer ich habe und besitze, gabst Du mir;
Dir gebe ich es zur Gänze zurück,
und Deinem Willen überlasse ich es völlig zu Deiner Verfügung.
Gib mir allein die Liebe zu Dir,
mit Deiner Gnade, und ich bin reich genug
und bitte um nichts anderes.
(Hl. Ignatius von Loyola)


Lebe wie ein Schlammfisch, dessen Schuppen hell und silbrig sind, auch wenn er im Schlamm lebt.
(Sri Ramakrishna)


DIE TIEFEN MEINES SEINS

Hilf mir, o Herr, in die Tiefen meines Seins hinab zu steigen, unter mein bewusstes und unbewusstes Leben, bis ich mein wahres Selbst entdecke, welches Du mir gabst, das göttliche Bild, nach dem ich geschaffen wurde und in das ich wachsen soll, den Ort, wo Dein Geist mit meinem sich vereint, die Quelle, aus der mein ganzes Leben entsteht.
(George Appleton)


Ohne Meditation, wo ist Friede?
Ohne Frieden, wo ist Glück? (Hindu-Weisheit)


Ich suchte meine Seele
und konnte sie nicht sehen.
Ich suchte meinen Gott
und Gott erwählte mich.
Ich suchte meinen Bruder
und fand sie alle drei.
(Anonym)


Wer so gelebt wie Du im Leben,
wer so erfüllte seine Pflicht,
wer so viel Liebe hat gegeben,
stirbt selbst im Tode nicht.


Von den Menschen, die wir lieben,
wird immer etwas in unseren Herzen bleiben;
etwas von seinen Träumen,
etwas von seiner Hoffnung,
etwas von seinem Leben,
alles von seiner Liebe.


Wir müssen lernen hinüberzuschauen
auf die andere Seite des Weges,
den Ausblick wagen, trotz des Schmerzes,
hinein in die dunklen Wolken,
das prächtige Farbenspiel des anderen Lebens,
hinüberzuschauen zu unseren geliebten Menschen
auf der anderen Seite des Weges.


Achte gut auf diesen Tag,
denn er ist das Leben –


Das Leben allen Lebens.
In seinem kurzen Ablauf
liegt alle Wirklichkeit
und Wahrheit des Daseins,
die Wonne des Wachsens,
die Herrlichkeit der Kraft.
Denn das Gestern
ist nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision.
Das Heute jedoch – recht gelebt -
macht jedes gestern
zu einem Traum voller Glück
und jedes Morgen
zu einer Vision voller Hoffnung.
Darum achte gut auf diesen Tag!
(Aus dem Sanskrit)